Schattenfiguren

Schattenfiguren

Schattenfiguren lassen sich nicht nur hypermodern mit den neuesten Apps für iPhones reproduzieren, sondern „kinderleicht“ mit den eigenen Händen. Benötigt wird selbstverständlich ein hohes Maß an Fingerfertigkeit und Koordination. Schattenfiguren huschen gewand über die weiße Leinwand, erzählen zauberhafte und interessante Geschichten, welche je nach Szene mit Geräuschen oder Musik unterlegt werden können.

Schattenporträts lassen sich durch Scherenschnitte darstellen. Mit einfacher Pappe und weiteren kleinen Hilfsmitteln wie Handschuhen, Stoffresten, Holzstäben oder simplen Haushaltsgegenständen wie z. B. einem Mopp oder einem Nudelholz lassen sich Schattenboxen, flatternde Vögel, zottelige Monster und sogar menschliche Schattenfiguren perfekt darstellen.

Eine beliebte Spielerei ist ein Scherenschnitt der eigenen Schattenfigur. Man setzt sich auf einen Stuhl vor eine Wand, auf welcher ein großes weißes Zeichenblatt befestigt wurde. Nach Verdunkeln des Raumes wird die Person seitlich mit einer Lampe angestrahlt, wobei die Lichtquelle so lange verrückt werden kann, bis der Gesichtsschatten gut und deutlich auf dem Papier zu sehen ist. Mit einem Bleistift kann nun die Kontur des Schattens nachgezeichnet werden, auch von einem Partner. Nach dem Ausschneiden des Schattenumrisses wird die Kontur auf farbiges oder schwarzes Papier übertragen; ein Scherenbildporträt ist entstanden. Schattenfiguren entstehen jedoch nicht nur durch Messer oder Cutter und Hilfsutensilien, sondern auch ausschließlich durch besonders gewandte Hände. Bereits mit einer einfachen Lampe oder einer Kerze lassen sich Figuren als Schatten an die Wand zaubern. Besonders beliebt sind Tierfiguren. Zahlreiche Fingerübungen sind nötig, bevor jeder Handgriff sitzt und mit scheinbar spielender Leichtigkeit fliegende Vögel oder einfach aussehende Bewegungen in Sekundenschnelle dargestellt werden können. Wer Schattenspieler bei ihrer Show beobachtet, stellt fest, dass die Hände nicht immer aneinander gehalten werden, um Figuren zu bilden. Flink schaffen die Künstler es, mit Größenunterschieden zu spielen, Effekte wie Rauch etc. einzusetzen oder Schatten größer bzw. kleiner werden zu lassen oder gar sich in Luft auflösen zu lassen, je nach Position der Hände vor dem Lichtkegel. Schnelle Schattenwechsel, aneinandergereihte Bilder oder gar ganze Geschichten stellen eine echte Herausforderung an die Künstler dar.

Schattenkünstler Phil Shadow weiß als professioneller Handschattenspieler von den Schwierigkeiten bei großen Präsentationen wie z. B. internationalen Fernsehauftritten, Produktshows oder sogar Werbeverfilmungen, bei denen jeder Handgriff 100 % sitzen muss. Man darf sich keinen Fehler erlauben, bestätigt er mit seinem charmanten Lächeln, man muss wirklich perfekt sein und seine Show unvergesslich machen.