Schattenfiguren mit Händen

Schattenfiguren mit Händen

Wer hat nicht schon einmal als Kind Schattenfiguren dargestellt? Einfache Kugelschatten mittels einer Taschenlampe an die Wand geworfen, die Schattengröße verändert oder Schatten von Körpern produziert, z. B. den Schatten eines Kreises. Schattenfiguren lassen sich ebenfalls ausschließlich mit den Händen erstellen und dann mit einer Digitalkamera aufnehmen. Sogar eine Sonnenuhr für die Hand lässt sich mit einem einfachen Bleistift bauen, der zwischen die Finger geklemmt wird und einen Schatten wirft. Diese Erfindung stammt übrigens bereits aus dem Mittelalter.

Um Schattenfiguren mit den eigenen Händen zu produzieren, braucht man nur ein einziges magisches Gerät: eine Lampe, besser natürlich noch einen Strahler oder Projektor. Vorhang auf für das Spiel der Schatten: Lustige Streiche, nachgestellte Witze, flinke Wichtel, vorbeiziehende Wildgänse, sich putzende Schwäne, küssende Affen, kämpfende Hirsche, turtelnde Tauben, pickende Vögel, Wettsingen oder Märchen mit seinen fliegenden Händen und flinken Fingern erzählen. Nicht nur Eltern und Kinder beim Elternabend oder der Schulfeier, sondern auch Manager von multinationalen Unternehmen und internationale Tophersteller lassen sich faszinieren. Die meisten Künstler/Artisten geben zu, dass diese Kunst sie bereits in ihrer Kindheit fasziniert hat. Viele Menschen würden am liebsten selbst gerne einmal ausprobieren, wie man denn nun den Hasenschatten an die Wand bekommt, Angela Merkel über die Leinwand schleichen oder Detektiv Colombo seine Schatten-Zigarre paffen lässt. Und das ist ja gerade das Schöne und Faszinierende an Schattenspielen: Es gibt keine Altersgrenze und jeder hat was zu erzählen. Richtig? Geschicklichkeit, Beweglichkeit, Fantasie, Einfühlvermögen und Interpretation gehören natürlich zwingend dazu.

Sie sind der Meinung, das könne man mit einer solchen Spielart vielleicht überhaupt nicht herüberbringen? Falsch. Auch diese spannende und doch simple Darstellungsform übt einen unerklärlichen Zauber auf die Zuschauer aus. Durch einfaches Formen seiner eigenen Händen kann man bereits einen Hund, eine Taube, einen Schmetterling oder ein Gesicht als Schatten an die Wand projizieren. Einige Schattenbilder werden nur mit einer Hand dargestellt, während andere das geschickte Zusammenspiel beider Hände erfordern. Fortgeschrittene Schattenspieler dürfen sich natürlich auch an menschliche Charakteren wagen, z. B. schräge Hollywoodgestalten, skurrile Politiker und mehr. Zusammen mit einem Partner lassen sich bereits anspruchsvollere Designs erstellen, wie laufende Tiere, kleine Geschichten oder Witze, die das Publikum jauchzen lassen und zu Begeisterungsstürmen hinreißen. Schattenspieler improvisieren und erfinden immer wieder neue Gags; der Fantasie der Artisten sind  eben keinerlei Grenzen gesetzt.